Some last notes …

Wenn ich eines vom Schreiben gelernt habe, dann, dass jeder Roman eine Reise ist. Mit Höhen und Tiefen und Abkürzungen und Umwegen. Mit Abschnitten, die Spaß machen und schwarzen Löchern, die einem unüberwindbar erscheinen.

Ich habe selten so lang für eine Geschichte gebraucht. Fast sechs Monate.

So fühle ich mich jetzt:

Das Fazit.

  • Stand der Dinge: 445 Seiten, 78.925 Wörter, 467.176 Zeichen
  • Stimmung: zwischen ungläubig und euphorisch
  • Schreiblust von 1 bis 10: 0
  • Tage bis zur Abgabe: abgegeben
  • Ziel: erreicht

Gedanken im Jetzt.

Wer hätte gedacht, dass ich tatsächlich doch noch fertig werde? Also, ich nicht. Natürlich wusste ich es irgendwie, aber der Zweifel hat das Wissen manchmal ziemlich überschattet. Dann war es dunkel und ich kurz vorm Verzweifeln. So viel zu: „Man setzt sich eben hin und schreibt einen Roman“. Als ob es so einfach wäre.

Bei diesem Buch war es das nicht. Weder für mich noch für die Charaktere. Manche Geschichten verlangen einfach mehr, sie sind zäher, viel Arbeit. Aber wenn man dann das Ziel erreicht, ist das Gefühl einfach unbeschreiblich. Ungefähr so:

Jetzt bin ich müde. Und stolz. Und erleichtert. Es fühlt sich an, als wäre ich einen Marathon gelaufen. Oder hätte einen sehr hohen Berg erklommen. Meine Figuren und ich haben es geschafft. Und sind es auch. Wir haben fertig.

Ja, es ist ein Buch. Meine Lektorin meinte: „Und was für eins.“

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Category

Anne Freytag, Gedanken