Manchmal passieren Dinge, die sind völlig unwirklich. Die sind ganz nah an den Träumen. Und wenn sie dann passieren, dauert es eine Weile, bis sie ins Bewusstsein sickern. Als müsste das Gehirn sie ernst noch verdauen.

Also. Noch einmal ganz von vorne.

Mitte März bekam ich eine E-Mail. Soweit noch nichts Besonderes. Bis ich den Betreff las. Vertraulich: Nominierung zum Deutscher Jugendliteraturpreis 2017

Die Reaktion: Blinzeln, Stirn runzeln, näher an den Bildschirm rücken, noch mehr blinzeln. Und dann: Kreischen! 

Nach ein paar unwirklichen Sekunden, in denen ich wild mit den Armen gewedelt und hysterisch herumgeschrien habe, begann ich zu lesen.

Sehr geehrte Frau Freytag,

über 600 Neuerscheinungen aus dem Vorjahr wurden von unseren ehrenamtlichen Jurys geprüft. Das Ergebnis ihrer ehrenamtlichen Arbeit sind sechs Nominierungen der Jugendjury, 24 Nominierungen der Kritikerjury und drei Nominierungen der Sonderpreisjury. 

Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich, dass Ihr Buch

Mein bester letzter Sommer

für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 von der Jugendjury nominiert wurde und jetzt im Rennen um die höchste Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland ist.

Auf der Leipziger Buchmesse wurde die Nominierung dann in einer wundervollen Performance offiziell verkündet. Jede der sechs Jugendjurys hat mit einer tollen Inszenierung ihren Favoriten ins Rennen geschickt. Als „Mein bester letzter Sommer“ an der Reihe war, hatte ich Schnappatmung, Tränen in den Augen und einen rasenden Herzschlag. Ich war gerührt und stolz und sprachlos – und bin es noch.

Es gibt diese Augenblicke, die man niemals vergessen wird. Die völlig unwirklich und grandios sind. Das ist einer davon. Danke. DANKE.

 

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Anne Freytag